Pleite im Kellerduell


Nach dem dritten Wettkampftag in der Zweiten Bundesliga des Deutschen Schützenbundes hat das Luftpistolenteam von Tell Raunheim kaum noch eine Chance auf den Klassenerhalt.

„Diese Runde läuft einfach nicht“, haderte Tell-Mannschaftsführer Hans-Jürgen Hilkert nach der klaren 0:5-Niederlage im Schützenhaus des SV Kriftel gegen die bis dahin ebenfalls noch sieglosen Aktiven des Brühler SC.TellraunheimLP1 Gegen die überraschend starken Rheinländer hielt nur Heinz Deibert auf Position drei mit einer guten 93er-Auftaktserie mit, doch am Ende musste auch er sich mit 361:369 Ringen geschlagen geben. Zuvor hatten sich die Niederlagen von Holger Simon (372:383), Matthias Götz (356:367), Evelin Kaiser (361:370) und Peter Wolf (347:355) früh abgezeichnet.

Vier Stunden später trafen die Raunheimer auf die Bundesliga-Reserve des Gastgebers SV Kriftel. „Wir sind noch einmal voll motiviert“, sagte Hans-Jürgen Hilkert, und zu Wettkampfbeginn wirkte das Tell-Team verbessert. Auf Position fünf geriet der für Peter Wolf eingewechselte Ralph Obszanski zwar früh in Rückstand und war mit 353:371 Ringen chancenlos, doch auf den übrigen Positionen hielten die Raunheimer zunächst mit ihren Gegnern mit.

„Holger Simon bringt seine Leistung“, war Hilkert zufrieden, als die Raunheimer Nummer eins gegen Carina Windhorst gute 371 Ringe vorlegte. Doch die Reserve des amtierenden Bundesligameisters ließ sich nicht beeindrucken. „Wir haben eine breite Basis, auf der wir aufbauen können“, erklärte Kriftels Trainer Detlef Glenz die Überlegenheit seiner Mannschaft, in der der Kelsterbacher Thomas van der Burg auf Position drei seine Erstligaerfahrung ausspielte und mit 373:352 Deibert keine Chance ließ.

Nachem auch Evelin Kaiser verloren hatte, verkürzte Matthias Götz auf Position zwei auf 1:2. „Die letzte Serie lief gut“, freute sich Götz, der mit einer starken 97er-Schlussserie gegen Konstantin Hofmann mit 368:361 Ringen gewann. Es sollte der einzige Raunheimer Punktgewinn bleiben, denn im Spitzenduell übertraf Carina Windhorst die Vorgabe von Holger Simon um drei Ringe und stellte den 4:1-Endstand für ihre Mannschaft her.

„Die Raunheimer können Ausfälle nicht gleichwertig ersetzen“, urteilte Kriftels Detlef Glenz zur Leistung des Tell-Teams, das in dieser Saison auf Georgios Leontarakis verzichten muss.

Rüsselsheimer Echo 11.12.2013 (ww)