Medaillenregen und Weltrekord bereits zu WM-Auftakt


18.08.2016 – Am ersten Wettkampftag der Weltmeisterschaften Vorderlader in Sarlospuszta (Ungarn) erkämpfte das deutsche Team in den Einzel- und in den Teamwertungen insgesamt 13 Medaillen.

Der Hemsbacher Martin Kloke schoss in der Disziplin Tanszutsu „O“ (also Luntenschloßpistole „Original“) mit 93 Ringen einen neuen Weltrekord. Zweiter in dieser Disziplin wurde Volker Valentin, der sich bereits mit deutlichem Abstand (84 Ringe) hinter Kloke einreihte. In der Repro-Kategorie holte sich der Neuling Steffen Tuchscheerer mit sehr guten 94 Ringen und einem dritten Platz sein erstes WM-Edelmetall.

Den aktuellen Weltrekord von 99 Ringen in Tanegashima (Luntenschlossgewehr stehend 50 Meter) stellte Leonhard Brader (Foto Mitte) ein. Hier wurde Michael Sturm (Foto rechts) mit ebenfalls 99 Ringen Dritter. Frank Börtzler und Michael Frey vervollständigten dann das Mannschaftsergebnis (292 Ringe) und holten gemeinsam mit Leonhard Brader Gold im Mannschaftswettbewerb Nagashino.

Alfred Bailer stellte seine Klasse in Vetterli „R“ (50 Meter Perkussionsgewehr stehend) unter Beweis und erreichte die volle Punktzahl von 100 Ringen. In dieser Disziplin, die erwartungsgemäß hoch geschossen wurde, standen auf den ersten sechs Plätzen nur Schützen, die ein Ergebnis von 100 Ringen vorzuweisen hatten. Hierunter waren mit Alfred Bailer, Frank Börtzler, Michael Sturm und Tania Heber gleich vier deutsche Schützen zu finden.

Allerdings war hier die Mannschaft so aufgestellt, dass die Schützen entsprechend ihrer Qualifikation zum Zuge kamen. Dabei konnten sich neben Michael Sturm, der mit einer perfekten 100er-Runde im Einzel den fünften Platz belegte, die Schützen Robert Wägeli (95 Ringe) und Raimund Zellner (94 Ringe) nicht ganz auf das für Gold benötigte Niveau hochschießen. Dennoch reichte es in der Mannschaftswertung „Pforzheim“ dann noch zur Silbermedaille. In dieser Disziplin, allerdings mit Originalwaffen geschossen, belegte Peter Käpernick mit 97 Ringen einen hervorragenden zweiten Platz.

Jeweils eine weitere Silbermedaille konnte sich das deutsche Team in der Mannschaftswertung Lucca (Repro Steinschlossgewehr 100 Meter liegend) mit Norbert Neumann, Christian Trumpf und Raimund Zellner mit 270 Ringen sowie in Wedgnock (ebenfalls Steinschlossgewehr – jedoch mit Originalwaffen) mit den Schützen Alfred Bailer, Frank Börtzler und Michael Frey (257 Ringe) sichern. Hier hatte zuvor Leonhard Brader mit 93 Ringen in der Einzelwertung Maximilian „Repro“ überzeugt. „Last but not least“ ist noch die Silbermedaille der Coltschützen (Perkussionsrevolver Original) Matthias Dreisbach, Wilfried Kretschmer und Steffen Tuchscheerer mit 278 Ringen zu erwähnen.

Somit war der erste Wettkampftag bereits ein großer Erfolg, der die Erwartungen nach „Mehr“ bei Schützen und Betreuern weiterhin anfeuert.

Beitrag und Foto: Gerhard Lang

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