Bis zur Medaille fehlen nur 16 Ringe


Von Werner Wabnitz

MÜNCHEN – Nach zehn Wettkampftagen und 277 Entscheidungen endete die deutsche Meisterschaft der Sportschützen auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück für die hessischen Teilnehmer mit dem Gewinn von 44 Gold-, 33 Silber- und 31 Bronzemedaillen. Die Hessen zeigten sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich erfolgreicher und knüpften an die Erfolge des Jahres 2017 an, als 109 Medaillen, davon 48 Goldene, gewonnen wurden. Im Vergleich der 20 Landesverbände des Deutschen Schützenbundes behaupteten die Hessen ihren zweiten Platz hinter Bayern, dessen Schützen mit 195 Medaillen, davon 66 Goldene, die Titelkämpfe dominierten.

Evelyn Kaiser kehrt mit Bronze zurück
15 Schützen aus dem Kreis Groß-Gerau hatten die Qualifikationsbedingungen erfüllt, von denen Evelyn Kaiser für die HSG Büttelborn die einzige Medaille (Bronze) gewann. Ebenfalls für die HSG Büttelborn starteten der Ginsheimer Walter Massing, Thomas Lache von Tell Haßloch und der Eberstädter Bernd Stier mit dem Kleinkalibergewehr im 60-Schuss-Dreistellungskampf auf 50 Meter Entfernung. In der Herrenklasse III kam das HSG-Trio auf den neunten Mannschaftsrang mit nur 22 Ringen Rückstand auf die Medaillenränge. Massing absolvierte seinen zweiten Start für die PSG Groß-Gerau im Wettbewerb „Kleinkalibergewehr 100 Meter“. In der Herrenklasse III erreichte der Ginsheimer nicht seine Bestform und musste sich mit 281 Ringen und dem 41. Rang unter 66 Startern seiner Klasse zufriedengeben.
Den fünften Rang in der Mannschaftswertung erreichten die Luftpistolenschützen von Tell Raunheim in der Herrenklasse III. Matthias Götz, Georgios Leontarakis und Peter Wolf kamen bis auf 16 Ringen an die Medaillenränge heran. In der Einzelkonkurrenz erzielte Peter Wolf mit 363 Ringen bei den 40 Wertungsschüssen das beste Raunheimer Ergebnis und belegte damit den 36. Rang unter 54 Startern der Klasse für Schützen im Alter über 51 Jahre.
Im Nachwuchsbereich überzeugten die beiden Talente von Tell Haßloch mit Platzierungen im Mittelfeld. Annalena Mildeberger erreichte bei ihren drei Starts in der weiblichen Jugendklasse mit dem Kleinkalibergewehr im Dreistellungskampf mit Rang 34 ihre beste Platzierung. Lilly Stach holte im Luftgewehr-Dreistellungskampf mit Rang 45 ihre beste Platzierung bei den Schülerinnen.
Ebenfalls zwei Starts absolvierte Luna Gruber für Tell Raunheim bei den Juniorinnen und kam dabei im Liegendwettbewerb mit dem Kleinkalibergewehr auf Rang 64 zu ihrer besten Platzierung.
Gute Platzierungen für Resch und Erol
Giulian Resch und Aleyna Erol gefielen für Tell Raunheim mit guten Platzierungen bei den Luftpistolenschützen. Gleichmäßige Serien absolvierte Resch in der Juniorenklasse II und wurde mit dem siebten Einzelrang und nur acht Ringen Rückstand auf die Medaillenränge bei dem 60-Schuss-Wettbewerb belohnt. 20 Wertungsschüsse musste Erol mit der Luftpistole auf zehn Meter absolvieren und kam mit 175 Ringen auf den elften Rang mit nur drei Ringen Rückstand auf die Medaillenränge.

Anmerkung:
Mit rund 6 000 Schützen waren die Meisterschaften die zweitgrößte Sportveranstaltung in Deutschland. Übertroffen werden sie nur vom Deutschen Turnfest (2017 mehr als 80 000 Starter.